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Anzahl der Pflegefachkräfte aus dem Ausland versechsfacht – Konflikte um Unterschiede in Ausbildung und Berufsverständnis

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass die Zahl ausländischer Pflegefachpersonen sich von 2012 bis 2017 annährend versechsfacht hat. Etwa 8.000 Pflegefachkräfte, vor allem aus ost- und südeuropäischen Staaten außerhalb der EU oder von den Philippinen, sind demnach in Deutschland in der Gesundheits- und Krankenpflege tätig. Auch wenn die meisten von ihnen im Arbeitsalltag zurechtkommen, sei die betriebliche Integration eine große Herausforderung. Problematisch sei es, wenn Konflikte "kulturalisiert", also als Auseinandersetzung zwischen "Einheimischen" und "Ausländern" zugespitzt würden. Die befragten zugewanderten Pflegenden hatten oft das Gefühl, unter Wert arbeiten zu müssen und durch die Arbeitssprache Deutsch in eine Außenseiterposition gedrängt zu werden. Die in Deutschland ausgebildeten Pflegenden kritisierten ihrerseits, neben mangelnden Sprachkenntnissen der neuen Kolleginnen und Kolleginnen, dass die Ausbildung im Ausland oft praxisfern sei. Es fehlten grundsätzliche Kompetenzen, etwa bei der Körperpflege von Patienten und im Sozialverhalten. Aufgabe der Leitungen von Kliniken und Pflegeeinrichtungen sei es, Foren und zeitliche Freiräume für einen besseren Austausch zu schaffen und so mehr Verständnis zwischen neu zugewanderten und etablierten Fachkräften zu ermöglichen.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, https://www.boeckler.de/117819_118702.htm Link zur Studie: https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_416.pdf

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